Holz ist ein interessanter Rohstoff, bei dem Sie als Handwerker besonders über den Aufbau und die Struktur des Holzes, die Zusammensetzung sowie die Einteilung in die verschiedenen Holzarten sehr genau informiert sein müssen. Holz gilt als Baustoff der Zukunft, da die Verwendung auch beim Wohnungsbau steigen wird. Dabei werden Materialien wie Stahl oder Ziegel laut Experten zurückgehen. Aufgrund von rund 25.000 verschiedenen Hölzern, haben Sie als der Verwender eine hohe Auswahlmöglichkeit angesichts des Zwecks und der Beschaffenheit des Holzes. Da sich jedes Holz mit unterschiedliche Eigenschaften voneinander abhebt und es großen Einfluss auf die Verwendung hat, sollten Sie sich auf jeden Fall ein umfangreiches und wichtiges Grundwissen über Holz und seine Einsatz- und Verarbeitungsmöglichkeiten aneignen. Im Folgenden sollen nun die wichtigsten Holzarten und ihre Verwendungszwecke aufgelistet werden.
Die Buche
Das Buchenholz zeichnet sich vor allem durch seine harte und glatte Konfiguration aus und ist eines der beliebtesten Hölzer in Bezug auf die Produktion von Möbeln. Zudem können Sie es in der Herstellung von Spielzeugen verwenden und als Fußbodenbelag gebrauchen, da das Holz hohen Druck aushalten kann. Die einheitliche Struktur des Holzes macht es möglich, dieses ohne Probleme mit Werkzeugen zu bearbeiten. Ebenso weist das Holz bei der Veredelung eine hohe Biegsamkeit auf. Die Buche findet ihren Nutzen hauptsächlich in der Möbelproduktion. Dabei wird sie als Massivholz, Sperrholz sowie Formsperrholz verwendet. Vor allem für stark beanspruchte Möbel von Kindern und Jugendlichen oder Büromöbel wie Stühle ist die Buche geeignet. Sie können das Holz der Buche für vielfältige Dinge verwenden zum Beispiel für die Anfertigung von Betten, Tischen, Bänken als auch Gartenmöbeln. Im Innenbereich können Sie aus Buchfurnier Wand- und Deckenverkleidungen herstellen. Die massive Struktur des Holzes macht es möglich, dieses bei Parkettböden oder im Treppenbau zu verwenden. Außerdem finden Sie das Buchenholz für Transportpaletten aus Massivholz, Kisten und Fässer. Angesichts der starken Glutbildung und des hohen Brennwerts, gilt das Buchenholz zudem als ausgezeichnetes Brennmaterial.

Die Douglasie
Die Douglasie gehört zu den Nadelhölzern und ist eines der beständigsten Hölzer, weshalb Sie es primär als Bau-und Konstruktionsholz gebrachen und in Balkonen sowie Vorbauten verarbeiten können. Wenn das Holz jedoch mit Erde oder Feuchtigkeit in Berührung kommt, wird es mit der Zeit weniger stabil, weshalb Sie Holzschutzmittel verwenden sollten. Jedoch ist es gegen Pilze oder Bakterien sehr resistent. Außerdem eignet es sich aufgrund der Optik sehr für dekorative Zwecke wie zum Beispiel für Wandbekleidungen oder Fassadenelemente. Weshalb Sie es beispielsweise für Balkone, Verkleidungen, Garten- und Spielplatzeinrichtungen benutzen können. Kennzeichnend für das Holz ist die Streifenzeichnung und ihr orangerotes Holz. Das Douglasienholz hat jedoch auch ausgezeichnete elastisch-mechanische Vorzüge, weshalb es als Konstruktionsholz mit der Fichte konkurriert und in manchen Fällen sogar als überlegen gilt. Sie können es zum Beispiel zunehmend im Holzhausbau und bei auffallenden Dach- und Deckenkonstruktionen als auch im Innenausbau für Wand- und Deckenverkleidungen oder Türen verwenden. Aufgrund ihrer hohen Druckfestigkeit kommt es sich auch sehr gut für Bodendielen und für den Treppenbau infrage.

Die Eiche
Ein sehr stabiles und massives Holz, welches durch Festigkeit und Abriebwiderstand punktet. Deshalb ist es ein beliebtes Bauholz, das bei der Anfertigung luxuriöser Möbel, von Innenausbauten, Rahmenwerken, Türen und Fenster sowie als Parkettboden seine Verwendung finden kann. Zudem werden alkoholische Getränke beispielweise in Eichenfässer gefüllt, um dort zu reifen und den Geschmack zu verstärken. Angesichts der massiven und beständigen Beschaffenheit kann das Eichenholz in Werkzeugen, in Verpackungs-und Transportkisten sowie in Glockenstühlen zu finden sein. Das Eichenholz hat in der Bötterei allgemein eine große Bedeutung. Die Eiche ist als Rundholz, Schnittholz als auch Furier auf dem Markt. Dieses können Sie als dekoratives Ausbau- und Ausstattungsholz gebrauchen. Aufgrund der massiven Struktur eignet es sich zudem für Rahmenwerke und Türen sowie für Parkett- und Dielenböden. Traditionell wurde die Eiche für Fachwerkhäuser verwendet. Heutzutage können Sie mit neuen modernen Technologien dieses Holz in unterschiedlichsten Dimensionen einsetzen. Sie können wegen der guten Festigkeitseigenschaften kompliziertere architektonische Gebäude schaffen. In der Furnierindustrie und Handwerk der Kunst ist ein mildes Eichenholz üblich. Es wird deshalb seit langer Zeit verwendet, um Figuren und Statuen zu schaffen. Zudem malten berühmte Künstler ihre Bilder auf Eichentafeln.

Die Fichte
Zumal die Fichte ein sehr schnell wachsendes Holz ist, ist sie in Deutschland hauptsächlich ein Nutzholz und kommt in der Holzwerkstoff- sowie Papier- und Zellstoffindustrie vor. Bezüglich des hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis können Sie es als Konstruktions-und Bauholz bei Pfosten und Pfählen sowie im Innenbereich für Decken und Wände verwenden. Das Fichtenholz ist ein Schnittholz, welches aufgrund ähnlicher Eigenschaften mit der Tanne mit dieser gemeinsam genutzt und auf dem Markt gehandelt wird. Die Fichte können Sie als ein Schnitt- sowie Rundholz herstellen. Ebenso nimmt es eine wichtige Rolle in der Herstellung von Holzwerkstoffen wie Sperrholz und Spannplatten ein. Nahezu in alle Bereichen sowohl Innen als auch Außen finden Sie das Fichtenholz. Im Hausbau können Sie es in diversen Dach- und Skelettkonstruktionen für Wände als auch Decken einsetzen. Eine besondere Verwendung erfährt ein gleichmäßiges Fichtenholz als Klangholz in Instrumenten. Angesichts des guten Brennwerts können Sie es zudem als Brennholz für den Hausbrand gebrauchen als auch in Form von Hackschnitzeln in Heizsystemen sowie als Energierohstoff.

Die Lärche
Die Lärche kann man den Kernholzbäumen zuordnen, was sich im Kontrast zwischen dem inneren und äußeren Holz zeigt. Das Holz der Lärche ist das beständigste und härteste, weshalb Sie es ebenso als Bau- und Konstruktionsholz gebrauchen und im Außen- und Innenbereich zum Beispiel bei Türen, Fenstern und Verkleidungen einsetzen können. Außerdem können Sie es bei der Herstellung von Küchenmöbeln, von Böden und Verkleidungen benutzen. Die Lärche zeichnet sich durch ihre hohe Tragfähigkeit und Witterungsbeständigkeit aus, sodass sie gegenüber Chemikalien sehr beständig ist. Sie ist witterungsfest und überzeugt durch ihre dekorative Optik sowie ihre Eignung als Bau-Konstruktions- und Ausstattungsholz. Ein besonderer Nutzungsbereich ist die Anfertigung von Schindeln, von Geräte für Spielplätze und von Fässern und Bottichen.

Die Tanne/Weißtanne
Sie ähnelt der Eigenschaften der Fichte, jedoch ist sie nicht so empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und erträgt alkalische und säurehaltige Prozeduren. Bezüglich des Preises punktet sicherlich die Fichte, bei der Qualität jedoch die Tanne. Das Holz der Weißtanne wird vergleichbar mit der Fichte genutzt. Was die Tanne von der Fichte unterscheidet ist, dass sie keine Herzkanäle und Herzgallen besitzt, weshalb das weiße Holz matt ist. Da es spröde Eigenschaften hat, müssen Sie das Tannenholz anders bearbeiten als das Holz der Fichte. Zudem hat die Tanne in mehreren Fällen einen nassen Kern. Deshalb benötigt sie mehr Zeit zum Trocknen. Bei den typischen gemischten Warenangeboten aus Tannen- und Fichtenholz sollten Sie achtsam sein, da es beim Gebrauch möglicherweise Schwierigkeiten geben könnte. Angesichts der hohen Dauerhaftigkeit können Sie es recht gut unter Wasser einsetzen. Ebenso unter der Erde ist das Holz der Tanne beständig. Das tragfähige und biege- und druckfeste Holz kommt zudem als Bau- und Konstruktionsholz infrage. Aufgrund der guten Standhaftigkeit der Tanne können Sie daraus Resonanzböden sowie Orgelpfeifen fertigen.
Die Ulme
Ulme ist ein schweres Holz, das man mit der Eiche und der Buche vergleichen kann. Sie hat gute Festigkeitseigenschaften. Sie sollten wie bei allen ringporigen Laubhölzern aufgrund ihrer Eigenschaften auf die Verwendung und Produktion achten. Das Ulmenholz hat eine raue und besonders zähe und schwer spaltbare Zusammensetzung, aber beim Dämpfen könne Sie es sehr gut biegen. Zudem lässt es sich mit Handwerkszeug und Maschinen mäßig bearbeiten. Beim Sägen, Hobeln und Fräsen können Sie jedoch abstehende Oberflächen schaffen. Es lässt sich gut kleben und hat eine gute Qualität, was die Haltbarkeit von Holzverbindungen angeht. Man muss dazu sagen, dass das Ulmenholz gegenüber holzfressenden Lebewesen wie Pilze und Insekten sowie die Verwendung für den Außenbereich schlecht dauerhaft ist. Unter Wasser jedoch ist die Beständigkeit des Holzes besser. Angesichts der Farbe und dem dekorativem Wert könne Sie die Ulme als Furnier als Ausstattungsholz in Möbeln, Vertäfelungen oder Türblättern oder auch als Vollholz in Möbeln einsetzen.
Die Pappel
Die Pappel zählt zur Familie der Weidengewächse und ist in Mittel-und Südeuropa auffindbar, wobei sie nur entlang von Gewässern oder Flüssen wächst. In Deutschland gehört sie mittlerweile zu den stark gefährdeten Arten. Sie stammt von den Kernholzbäumen ab, was bedeutet, dass ihr Kern- und Splintholz eine unterschiedliche Farbe hat. Die Jahresringe sind sehr breit und mehr oder weniger deutlich ausgeprägt. Es entstehen nur leicht gestreifte beziehungsweise gefladerte Flächen. Das Pappelholz könne Sie gut trocknen, jedoch sollte die Trocknung langsam erfolgen wegen der hohen Feuchte des frischen Holzes. Die Bearbeitung der Oberfläche des Holzes macht keine Schwierigkeiten. Pappelholz ist zudem leicht und weich und hat trotzdem eine große Festigkeit. Es verfällt nur wenig und eine gute Dauerhaftigkeit. Sie können das Pappelholz als Konstruktionsholz verwenden, jedoch nur für Konstruktionen, die kleinere Belastungen ertragen und eine eher niedrigere Tragfähigkeit brauchen. Hauptsächlich sollten Sie es im Innenbereich einsetzen. Es wird außerdem in der Verpackungsindustrie als auch in der Holzschuhherstellung sowie im technischen Sektor eingesetzt.
Fazit
Abschließend sollten Sie als Handwerker selber entscheiden, welches Holz sie aufgrund jener Eigenschaften auswählen, denn jedes Holz hat seine Vor- und Nachteile, die bei der Verwendung und Anfertigung eine sehr große Rolle spielen. Jedoch kann man sagen, dass nahezu jedes Holz in sehr vielfältigen und unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden kann, je nach Ihren Wünschen und Vorlieben. Mittlerweile kann man jedes Holz für Möbel verwenden und auch aus sehr hartem Holz wie der Eiche sehr schöne und ansprechende Konstruktionen anfertigen. Ihrer Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt, denn Sie habe eine große Auswahl.

